Studienbeihilfe

Nach österreichischem Recht sind die Eltern von Studierenden verpflichtet, für den finanziellen Bedarf ihrer Kinder bis zur Erreichung der Selbsterhaltungsfähigkeit aufzukommen. Dazu zählt auch der Abschluss eines zielstrebig betriebenen Studiums. Nur wenn die Eltern oder die/der Studierende selbst nicht in der Lage sind, aus eigenen Mitteln die mit einem Studium verbundenen Kosten zu tragen, soll die Studienförderung eingreifen. Daraus ergeben sich auch die zwei wesentlichen Anspruchsvoraussetzungen, die soziale Förderungswürdigkeit und das Vorliegen eines günstigen Studienerfolges.

Das Studienförderungsgesetz (StudFG), öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster   ist die gesetzliche Grundlage der Studienförderung und kann im Volltext im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich eingesehen werden.

 

junge Frau
© Sigrid Olsson/PhotoAlto

Anspruch auf Studienbeihilfe haben österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sowie gleichgestellte Ausländer/innen und Staatenlose (§ 4 StudFG). Eine genaue Darstellung, wer unter welchen Voraussetzungen gleichgestellt werden kann, ist hier auf Grund der Komplexität des Themas und der raschen Änderung der Rahmenbedingungen (Judikatur des EuGH!) nicht möglich. Für detaillierte Informationen ist eine Kontaktaufnahme mit der zuständigen Stipendienstelle unbedingt notwendig.

Bei der Berechnung der Höhe der Beihilfe wird von einem fixen Betrag, der sogenannten "Höchststudienbeihilfe" ausgegangen.

Die jährliche Höchststudienbeihilfe beträgt € 8.580,- für:

Für Studierende, auf die keine der oben genannten Voraussetzungen zutrifft, beträgt die jährliche Höchststudienbeihilfe € 6.000,-.

Voraussetzung für den Anspruch auf Studienbeihilfe ist u. a. der Nachweis eines günstigen Studienerfolges. Dieser liegt vor, wenn:

 

Ein Studienwechsel kann Deine Studienbeihilfe gefährden! Beachte daher unbedingt die Regelungen über den Studienwechsel, da ansonsten die Gefahr besteht, Deinen Anspruch auf Studienbeihilfe vorübergehend oder für immer zu verlieren. Wenn Du einen Studienwechsel planst, informiere Dich rechtzeitig bei Deiner zuständigen Stipendienstelle.

Unter Anspruchsdauer ist jener Zeitraum zu verstehen, für den maximal Studienbeihilfe bezogen werden kann. Regelmäßig beträgt die Anspruchsdauer:
die gesetzlich vorgesehene Studienzeit ("Mindeststudienzeit") + 1 weiteres Semester ("Toleranzsemester")

Für die meisten Studien gilt daher:

StudienartANspruchsdauer
Bachelorstudien:7 Semester (6 Semester Mindeststudienzeit + 1 Toleranzsemester)
Masterstudien:5 Semester (4 Semester Mindeststudienzeit + 1 Toleranzsemester)
Diplomstudien:pro Studienabschnitt gibt es 1 Toleranzsemester

Bei Vorliegen bestimmter wichtiger Gründe kann auf Ansuchen die Anspruchsdauer verlängert werden.

Studienbeihilfenbezieher/innen sind gem. § 48 Abs. 4 StudFG verpflichtet, „der Studienbeihilfenbehörde binnen zwei Wochen nach Kenntnis jeden Sachverhalt, der ein Ruhen, eine Verminderung oder ein Erlöschen des Anspruches auf Studienbeihilfe zur Folge hat, zu melden“. Um unangenehme Folgen (Anspruchsverlust, Rückzahlung) zu vermeiden, sind folgende Umstände rechtzeitig der Stipendienstelle zu melden:

  • Studienabbruch
  • Studienwechsel
  • Studienabschluss (auch von parallel zum geförderten Studium betriebenen Studien!)
  • Änderung des Familienstandes (auch der Eltern)
  • Änderung der Ausbildung der Geschwister
  • Ableistung des Präsenz-, Ausbildungs- oder Zivildienstes bzw. Dienste nach dem Freiwilligengesetz

Außerdem wird eine sofortige Meldung bei nachstehenden Änderungen empfohlen:

  • Kontonummer
  • Wohnadresse
  • E-Mail-Adresse
  • Geburt eines Kindes

Um Rückzahlungen möglichst zu vermeiden, melde bitte unverzüglich jeden Sachverhalt, der zu einem Ruhen oder Erlöschen des Anspruches führt. Dazu zählen Studienwechsel, Wechsel des Studienortes (auch bei gleichbleibender Studienrichtung), Studienabbruch, Studienabschluss, Studienunterbrechung (Beurlaubung, Nichtinskription, Behinderung durch Krankheit), Präsenz-, Ausbildungs- oder Zivildienst bzw. Dienste nach dem Freiwilligengesetz. Eine rasche Meldung erspart ein aufwendiges Rückforderungsverfahren.

Neben ordentlichen Studierenden haben auch Personen, die sich auf die Studienberechtigungs- oder Zusatzprüfung vorbereiten, bereits die Möglichkeit, eine Studienbeihilfe zu beziehen. Voraussetzungen für die Zuerkennung sind:

Im Übrigen gelten weitgehend die Bedingungen für die Studienbeihilfe. Die Gleichstellung bezieht sich nur auf den Anspruch auf Studienbeihilfe. Sonstige Fördermaßnahmen (Fahrtkostenzuschuss, Versicherungskostenbeitrag u. ä.) kommen für diese Personengruppe nicht in Betracht.

 

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mittels elektronischer Signatur (Handy/Bürgerkarte) oder mittels Formularen zum Download.

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